Kinesiologie • die Lehre von der Bewegung

Was ist Kinesiologie?

Kinesiologie ist eine Richtung der alternativen bzw. komplementären Medizin und bedeutet wörtlich „die Lehre von der Bewegung“, wobei die inneren und äußeren Bewegungen des Menschen gemeint sind.

Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen kinesiologischen Methoden, die alle eines gemeinsam haben: Sie dienen dazu, das Wohlbefinden der Menschen zu steigern und sie benutzen den Muskeltest als zentrales Werkzeug.

Einige der bekanntesten kinesiologischen Richtungen sind: Touch For Health, Edu-Kinestetik und Brain Gym, Three In One, Applied Physiology, Psycho-Kinesiologie, Health Kinesiology, Neuro-Meridian-Kinestetik, LEAP und viele mehr.

Die Kinesiologie ist ein Verfahren, das dem Menschen bei seinem persönlichen Wachstum, besonders auch in Krisen, Unterstützung und Klärungshilfe sein kann. Sie betrachtet den Menschen ganzheitlich, im Hinblick auf alle Aspekte seines Wesens: emotionale, mentale, strukturelle, biochemische und zum Teil spirituelle Komponenten der Gesundheit werden mit einbezogen.

Die Grundüberzeugungen der Kinesiologie sind:

  • Körper, Geist und Seele werden als untrennbare Einheit betrachtet. Das tiefste Unbewusste ist der Körper.
  • Im Körper ist alles gespeichert, was wir jemals erlebt haben. Er weiß am besten über uns Bescheid. Er weiß also auch ganz genau, was uns gut tut, was uns schadet und was wir brauchen, damit es uns besser geht.
  • Über die Sprache des Körpers und der Muskeln bekommen wir Zugang zu diesem inneren Wissen, unserer inneren Weisheit.
  • Was uns bewusst wird, können wir verarbeiten und integrieren. Wir kommen wieder in Fluss, in die Balance.

Wer einen längeren Zeitraum kinesiologisch mit sich selbst arbeitet, erlebt häufig eine gesteigerte Vitalität und eine zunehmende geistige Wachheit, die auch mit einem erhöhten Selbstwertgefühl einher geht.

Der Ansatz der Kinesiologie ist sehr einfach und wirkungsvoll: mit Hilfe von Muskelreaktionen, den Muskeltests, werden individuelle Blockaden gefunden und gelöst. Dabei geht es darum, die körpereigenen Heilungskräfte zu unterstützen bzw. zu aktivieren. Das Augenmerk liegt nicht so sehr auf dem Symptom, sondern auf dem Potenzial des Körpers.

Die Kinesiologie macht sich unter anderem auch das Energiemodell der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zunutze. Dieses beruht auf den Beziehungen zwischen den Energiebahnen im Körper (Meridianen) und bestimmten Organen.

Der amerikanische Chiropraktiker Dr. George Goodheart erkannte, dass Meridiane und Organe darüber hinaus auch mit jeweils ganz bestimmten Muskeln in Verbindung stehen. Letztlich geht es der Kinesiologie darum, energetische Ungleichgewichte oder Störungen zu identifizieren und auszugleichen – zu balancieren.

Eine Grundannahme der Kinesiologie ist, dass der menschliche Organismus selbst am besten „weiß“, was ihm gut tut, was ihm hilft, was ihm fehlt oder ihn stört. Über das Feedbacksystem des Muskeltests kann man den Körper auf einfache Art direkt befragen.

Die kinesiologische Herangehensweise zeichnet sich dadurch aus, dass dem Klienten keine feststehenden Abläufe von außen vorgegeben werden, wie es bei Massagetechniken, Chiropraktik und ähnlichem der Fall ist. Die Körperintelligenz bestimmt den Weg des Ausgleichs selbstständig und individuell. So wird sichergestellt, dass nur die jeweils angemessenen, vom Körper akzeptierten Maßnahmen ergriffen werden. Er gibt vor, was wann wo und in welcher Reihenfolge getan werden soll. Dieses Vorgehen verhilft dem Klienten zu größerer Autonomie und erhöhter Selbstorganisation.

Kinesiologie steht nicht unter dem Einfluss einer bestimmten Philosophie. Sie ist offen für alle Quellen, aus denen dem Menschen Unterstützung für sein Wohlergehen erwachsen kann.