Wirkungsweise

Wie wirkt R.E.S.E.T.?

Kiefergelenk und Kaumuskulatur stellen zusammen eines der wichtigsten Stressorgane dar. Die Einheit von Körper und Geist wird an ihnen eindrucksvoll deutlich.

Es ist aus der Osteopathie und der kraniosakralen Therapie bekannt, dass das Kiefergelenk einen außergewöhnlich starken Einfluss auf fast sämtliche Körperfunktionen haben kann, einschließlich Muskulatur, Skelett, Wasserhaushalt, Nerven- und Meridiansystem.

Die Erfahrung zeigt, dass zwischen 50 und 80% aller körperlichen Beschwerden mit dem Kiefergelenksystem zu tun haben.

Ein Grund liegt in der zentralen Rolle des Kiefergelenks in der Kommunikation zwischen Gehirn und dem Körper bzw. der Muskulatur. Die kleinste Verspannung in den Kiefermuskeln kann die normale ausgeglichene Position des Kiefergelenks verändern, was verwirrende elektrische Botschaften verursacht, die im Körper weitergeleitet werden.

Alle Muskeln im Kiefer- und Kopfbereich haben Auswirkungen auf die Muskeln im Körper. Wenn wir die Muskeln hier entspannen, entspannen sich gleichzeitig bis zu 90% der Körpermuskulatur.

Die Kiefermuskeln üben sowohl über weitere Muskelstränge als auch über Energie- und Nervenbahnen Einfluss auf viele Bereiche des Bewegungsapparates und auf die Funktion innerer Organe aus. Nach Ansicht der Traditionellen Chinesischen Medizin ist ein Ungleichgewicht im Energiesystem des Menschen, also ein Ungleichgewicht in den Meridianen, für viele Beschwerden verantwortlich.

In der Umgebung des Kiefergelenks verlaufen die Meridiane von Magen, Dünndarm, Blase, Dreifachem Erwärmer, Gallenblase und Dickdarm. Entsprechend kann ein Ungleichgewicht im Kiefergelenk auch zu Störungen in den dazugehörigen Organen führen. All diese Meridiane und ihre entsprechenden Partner-Meridiane werden bei R.E.S.E.T. ausgeglichen.

Das Energetisieren der Kiefermuskeln stärkt unter anderem den Psoas und Sartorius Muskel, die mit den Nieren und Nebennieren in Verbindung stehen. Dadurch unterstützt R.E.S.E.T. die Ausleitung von Quecksilber und anderen Schadstoffen.

Zudem kann der Körper Wasser effizienter verwerten. Die Hydration beeinflusst die Leitung der Nervenimpulse, biochemische Reaktionen und den gesamten Körper, da Wasser das Medium ist, in dem unser Körper funktioniert.

Jegliche Anspannung der Kiefermuskeln, insbesondere des seitlichen Pterigoideus und des Temporalis, kann eine „Verdrehung“ des Keilbeins verursachen.

Das Keilbein ist der Schlüssel zur Dynamik der Schädelknochen, weil es der einzige Knochen im Schädel ist, der ein Gelenk mit jedem anderen Schädelknochen bildet, mit Ausnahme von zwei Gesichtsknochen. Das Keilbein ist also der „Aufhänger“, an dem sich das gesamte Skelett ausrichtet.

Es liegt hinter der Nasenwurzel und bildet einen Teil der Augenhöhle. 5 von den 6 Augenmuskeln sind mit dem Keilbein verbunden. Man kann sich vorstellen, dass ein Ungleichgewicht hier auch zu Sehstörungen führen kann. Andersherum kann es nach einer R.E.S.E.T.-Anwendung durchaus auch zu Verbesserungen der Sehkraft kommen.

Im Gehirn, genauer im Hirnstamm, beginnt auch der Trigeminusnerv. Er ist der Hauptnerv, der auf die Muskeln, Bänder und das Kiefergelenk einwirkt. Er hat drei Äste und viele Verbindungen zu anderen Strängen des Zentralnervensystems.

Er ist der größte der Schädelknochennerven und verzweigt sich weiter in verschiedene Bereiche des Gesichtes, ins Rückenmark und dann durch den gesamten Körper. Er hat unzählige Transportwege und Querverbindungen und ist beteiligt an der Verteilung der Sinneseindrücke zu und von den meisten Gebieten der Schädelknochen, einschließlich des Kiefergelenks.

Er bekommt Impulse vom Kiefergelenk, von Masseter, Temporalis und den beiden Pterigoideusmuskeln. Und er versorgt die Kaumuskeln mit motorischen Impulsen. Die Trigeminus Kerne haben zahlreiche Querverbindungen mit anderen Kernen des zentralen Nervensystems, von dem eins das Retikulare Alarm System (RAS) ist. Dieses grundlegende Verteidigungs- und Überlebenssystem löst Verspannungen der Kaumuskulatur, der äußersten Hirnhaut und der Wirbelsäulenhaut sowie der Bänder aus, die das Gesicht und den Kopf zusammenhalten und die das Gehirn, die Wirbelsäule, das Iliosacralgelenk (Kreuz-Darmbein-Gelenk) und die Beckenstrukturen stabilisieren und schützen.

Bei einem Unfall werden sich deshalb die Kiefermuskeln anspannen, um das Gehirn und die Wirbelsäule zu schützen. Dieser emotionale Stress kann noch Jahre später in den Muskeln gehalten werden, was in einem chronisch angespannten Kiefer resultiert. R.E.S.E.T. löst nicht nur diese Muskelspannungen, sondern führt oft dazu, dass lange festgehaltene unterbewusste Emotionen gelöst werden.

Wie auch das Kiefergelenk ist das Ohr ein primäres Stressorgan. Es hat seine natürliche Warnfunktion eingebüßt, da wir einer akustischen Dauerüberflutung ausgesetzt sind. Das Ohr reagiert nun umgekehrt mit einem Dauersignal (Tinnitus) als Ausdruck der emotionalen Überlastung.

Da das Ohr sehr eng mit dem Kiefergelenk verbunden ist, führt ein Ungleichgewicht hier auch zu Beschwerden im Ohr wie Ohrgeräusche, Schwindelgefühle, Hörminderung bis zu Hörsturz. Erst wenn man die Ursache im Bereich des Kiefergelenks korrigiert hat, kann auch eine Verbesserung der Ohrbeschwerden erreicht werden.