EMDR und Kinesiologie

EMDR ist für sich genommen keine eigenständige Therapie, sondern eine sehr effektive Methode, die man hervorragend mit anderen Ansätzen kombinieren kann. Bei jeder Entwicklung geht es immer auch um den richtigen Zeitpunkt, wann man welche Maßnahme ergreift. Wann der richtige Zeitpunkt für EMDR ist und welche Ressourcen notwendig sind, den Prozess zu unterstützen, kann mithilfe des kinesiologischen Muskeltests verlässlich herausgefunden werden.

Beim EMDR unterstützen wir das emotionale (limbische) Gehirn, eine belastende Situation neu zu verarbeiten und zu integrieren. Diese Verarbeitung setzt voraus, dass Körper und Geist stark genug sind, diese Veränderungen zu verkraften. Es ist der Körper, der die Belastungen und Traumata in sich trägt und in den Zellen speichert. Die geistige Verarbeitung hat auch immer eine körperliche Komponente. Das heißt, wenn wir geistig oder emotional etwas erkennen und loslassen können, löst sich das Thema auch im Körper. Neurotransmitter und Giftstoffe werden frei gesetzt, damit sie ausgeschieden werden können. Daher ist es meist sinnvoll, mit der kinesiologischen Arbeit das Körper-Geist-System zunächst soweit zu kräftigen und zu stabilisieren, dass belastende Erinnerungen oder Erfahrungen mit EMDR sanft verarbeitet werden können. Das System gibt immer nur so viele Informationen preis, die es auch in der Lage ist, zu verarbeiten.

Insbesondere in der Psycho-Kinesiologie (PK) erhalten die Erkenntnisse von Dr. Shapiro einen besonderen Stellenwert. Geführte Augenbewegungen können eingesetzt werden, um Erinnerungen an belastende Erlebnisse oder Schocksituationen deutlicher hervorzuholen und gleichzeitig den Stress zu reduzieren, den diese Erinnerungen verursachen. Selbst körperliche Belastungen, die eine psychische Ursache haben, können durch die Augenbewegungen gelindert oder behoben werden.

Unterstützt wird die Wirkung in der PK durch den Einsatz von Farbbrillen.